Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform (Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene)

  • Leistungsbeschreibung

    Sorgeberechtigte haben bei der Erziehung eines Kindes oder Jugendlichen einen Anspruch auf Hilfe (zur Erziehung), wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist.

    Art und Umfang der Hilfe richten sich unter Einbeziehung des engeren sozialen Umfeldes des Kindes oder des Jugendlichen nach dem erzieherischen Bedarf im Einzelfall.

    Die letztlich zu gewährende Hilfe wird in einem sog. Hilfeplanverfahren ermittelt, an dem zumindest die Personensorgeberechtigten, das Kind oder der Jugendliche und das örtlich zuständige Jugendamt beteiligt sind.

    Eine Möglichkeit hierbei ist die stationäre Betreuung in einem Heim bzw. die stationäre Erziehung in einer sonstigen betreuten Wohnform.

    Hierunter ist eine Vielfalt von Betreuungsformen zu verstehen: Kinder- und Jugendheime, Jugendwohngruppen, familienanaloge bzw. familienintegrative Wohnformen, betreutes Einzelwohnen, Wochengruppen, Intensivgruppen, Projektstellen im In- und Ausland, gemeinsame Wohnformen für Mütter/Väter und Kinder, Inobhutnahmestellen usw.

    Grundsätzlich zielt das SGB VIII darauf ab, junge Menschen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu erziehen.

    Stationäre Erziehung soll Kinder und Jugendliche durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer Entwicklung fördern. Je nach Alter und Entwicklungsstand des jungen Menschen sowie entsprechend den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie gibt das Gesetz 3 Optionen vor:

    1. die Rückkehr in die Familie zu erreichen versuchen
    2. die Erziehung in einer anderen Familie vorzubereiten
    3. eine auf längere Zeit angelegte Lebensform zu bieten und auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten

    Jugendliche sollen zudem in Fragen der Ausbildung und Beschäftigung sowie der allgemeinen Lebensführung beraten und unterstützt werden.

    Die Erziehungsziele im Detail bleiben dem o. a. Hilfeplanverfahren vorbehalten.

    Jungen Volljährigen soll Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung gewährt werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist. Die Hilfe wird in der Regel nur bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt.

    Hierunter fällt ggf. auch die Heimerziehung bzw. die Erziehung in einer sonstigen betreuten Wohnform.

  • Rechtsgrundlage

    §§ 1, 13, 19, 27, 33, 34, 35, 35a, 36 und 41 SGB VIII (Sozialgesetzbuch - Achtes Buch)


An wen muss ich mich wenden?

Ansprechpartner/-innen finden Sie bei dem für Sie örtlich zuständigen Jugendamt.

Spezielle Hinweise für - Kreis Limburg-Weilburg

Die Zuständigkeiten der Heimerziehung obliegt einerseits dem Amt für Jugend, Schule und Familie für Kinder und Jugendliche (z.B. mit seelischen Behinderungen) sowie dem Sozialamt für Kinder und Jugendliche mit körperlichen, geistigen oder mehrfachen Behinderungen.
Die Zuständigkeiten können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.


Ansprechpartner Sozialamt: Frau Katja Geis


Ansprechpartner Amt für Jugend, Schule und Familie:


Sachbearbeiter

Zuständigkeiten

Sachgebiet Limburg


Claudia Sommer 

(Sachgebietsleitung)

Elz und Walter-Adlhoch-Haus

Jessica Müller

Blumenrod, Südstadt Limburg und Linter

Tina Erle

Kern- und Altstadt Limburg, Offheim und Frauenhaus

Jeanette Eisel

Brechen und Limburger Ortsteile Ahlbach und Lindenholzhausen

Robin Beck

Beselich

Melanie Swienty

Nordstadt und Brückenvorstadt Limburg und die Ortsteile Staffel, Eschhofen und Dietkirchen

Sachgebiet „Land“


Elisa Sopp

(Sachgebietsleitung)

Bad Camberg Kernstadt

Sina Albus

Ortsteile Hadamar (Nieder- und Oberzeuzheim, Steinbach, Ober-und Niederweyer)

Lara Gärtner

Hadamar Stadt 

Frau Stahl

Dornburg und Elbtal

Katrin Friedrich

Hünfelden

Sabrina Paunescu

Ortsteile Bad Camberg

Sachgebiet Weilburg


Christin Hardt

(Sachgebietsleitung)

Merenberg

Gabriele Ott

Weilburg (Westerwaldseite und Kernstadt)

Ronja Müller

Runkel, Weinbach und Löhnberg

Daniela Schmitt

Mengerskirchen und Weilburg (Taunusseite)

Elisabeth Ganecki

Waldbrunn

Kira Klöpper

Weilmünster

Anke Weidemeier

Villmar

N. N.

Ortsteile Weilburg (Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Kubach, Odersbach und Waldhausen)


Zuständige Abteilungen
Zuständige Mitarbeitende